Das Kriminalpräventionsteam der Polizeiinspektion Garbsen informierte am 23. April über die Gefahren, die im Seniorenalltag lauern. Mit einem neuen Programm der Puppenbühne zeigten die Beamten, wie man sich vor Betrügern schützen kann und worauf ältere Menschen besonders achten sollten.

Viele Senioren haben Angst, Opfer einer kriminellen Straftat zu werden. Umfragen zufolge befürchtet jeder vierte Deutsche über 60, überfallen oder bestohlen zu werden. Um ältere Menschen vor Angriffen zu schützen und ihnen die Angst zu nehmen, ist das Kriminalpräventionsteam der Polizeiinspektion Garbsen seit Januar mit einer Puppenbühne unterwegs. Kriminalhauptkommissarin Bernadette Rethschulte, ihr Kollege Günther Hirche und Polizeioberkommissar Hans-Joachim Homuth zeigten während des Programms, wie raffiniert sich Betrüger erst das Vertrauen und dann das Geld ihrer Opfer erschleichen.

Besonders warnten sie vor den Machenschaften auf Kaffeefahrten. Mithilfe von Gewinnbenachrichtigungen werden ältere Menschen per Post aufgefordert, an einer Busreise teilzunehmen. Anstatt des versprochenen Gewinns erhalten sie während der Fahrt aber Waren, für die sie überteuerte Preise zahlen müssen. Auch vor dem so genannten Enkeltrick sollten sich Senioren in Acht nehmen. Mithilfe ihrer Handpuppen zeigten die Beamten, wie raffiniert die Betrüger vorgehen: Sie geben sich am Telefon als nahe Verwandte aus, die in einer Notsituation stecken und dringend Geld benötigen. Sie schicken ihr hilfsbereites Opfer zur Bank, um mehrere Tausend Euro zu beschaffen. Ein Freund des angeblichen Verwandten holt dieses Geld dann zu Hause ab. Auch auf andere Weise versuchen die Betrüger, Geld zu stehlen. So passiert es inzwischen immer wieder, dass sich Menschen mit falschen Ausweisen als Polizeibeamte ausgeben, die das Geld ihres Opfers auf Echtheit prüfen wollen. Unter dem Vorwand, die Scheine aus dem Portemonnaie seien gefälscht, nehmen sie das Geld anschließend in ihre Obhut.

Um solchen Betrügern nicht zum Opfer zu fallen gab das Kriminalpräventionsteam den Gästen nützliche Tipps. So ist es vor allem für Senioren wichtig, die bei den Tätern aufgrund ihrer Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft besonders beliebt sind, vorsichtig zu sein. Sie sollten nicht jedermann die Tür öffnen und ihre Hilfe anbieten. Um sicher zu gehen, dass die Gäste, sollten Sie einmal von Betrügern heimgesucht werden, einen echten Polizisten von einem falschen unterscheiden können, gaben die drei Beamten sogar ihre Dienstausweise aus der Hand. Diese wurden von den Gästen natürlich mit großem Interesse unter die Lupe genommen.

Fotos von der Veranstaltung