Grußwort von Dr. Ursula von der Leyen, damals Niedersächsischen Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, heute Bundesministerin für Arbeit und Soziales, zum 25-jährigen Jubiläum des „Haus der Ruhe“ am 11. September 2004 in Garbsen-Meyenfeld.

Die Politikerin und Wissenschaftlerin Ursula Lehr hat einmal festgestellt: „Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird.“ Dieses Wortspiel birgt viel Wahrheit in sich. Unsere Lebenserwartung ist heute deutlich höher, als noch einige Generationen zuvor. Dies führt dazu, dass der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft ständig steigt. Die niedersächsische Landesregierung ist bestrebt, den Senioren so lange wie möglich ein Verbleiben in Ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Nicht immer ist das möglich, zum Beispiel, wenn ein alter Mensch Hilfe im Alltag benötigt, krank, allein oder pflegebedürftig ist. In solchen Situationen kann ein Heimaufenthalt eine sinnvolle Alternative darstellen. Dabei ist es wichtig, eine Einrichtung zu finden, die die individuellen Bewohner des künftigen Bewohners achtet und ihn mit Stärken und Schwächen respektiert.

Im Alten- und Pflegeheim „Haus der Ruhe“ ist dies der Fall. „Im Zeichen eines christlichen Verständnisses setzen wir uns für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die Würde alter Menschen ein“, heißt es im Leitbild des Familienunternehmens. Die Mitarbeiter und Mitarbeiter sehen die Bewohner nicht nur als „Fälle“, die es zu verwalten gilt, sondern nehmen sich – über die Erfordernisse des Alltags hinaus – Zeit, um den alten Menschen zuzuhören, sie zu motivieren und zu erfüllender Freizeitgestaltung anzuleiten.

Am 11. September können die Betreiberfamilie Hahne, die Beschäftigten und die Bewohnerinnen und Bewohner das 25-jährige Jubiläum feiern. Ein Vierteljahrhundert Arbeit mit Menschen auf höchstem Niveau, das ist keine Selbstverständlichkeit, gerade in unserer schnelllebigen Zeit. Auch durch den schwerwiegenden Brandschaden des Jahres 2003 haben sie sich nicht entmutigen lassen, sondern das Haus nach modernen Erfordernissen neu aufgebaut.

Es gibt ein geflügeltes Wort vom “Beruf als Berufung”, hier im „Haus der Ruhe“ wird es vorgelebt, hier können die alten Menschen im wahrsten Sinne des Wortes zur Ruhe kommen. Goethe hat einmal gefordert: “Eben wenn man alt ist, muss man zeigen, dass man noch Lust hat, zu leben.“ Um diese „Lust” zu wecken, müssen aber auch die entsprechenden Verhältnisse gegeben sein. Hier in Garbsen ist dies der Fall.

Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, zum Jubiläum der Familie Hahne, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den im Haus lebenden Menschen, alles Gute und viel Glück und Gottes Segen für die Zukunft zu wünschen.